Beamte erhalten im Alter eine Pension, die maximal 71,75 Prozent der ruhegehaltfähigen Bezüge beträgt. In vielen Fällen bleibt eine Versorgungslücke, die private Vorsorge schließen kann.
Die Pension beträgt pro Dienstjahr 1,79375 Prozent der ruhegehaltfähigen Bezüge und erreicht nach 40 Dienstjahren den Höchstsatz von 71,75 Prozent. Die Berechnung folgt § 14 BeamtVG und kann je nach Dienstherr (Bund oder Land) abweichen.
Maßgeblich sind die ruhegehaltfähigen Bezüge, also nicht alle Gehaltsbestandteile. Zulagen, die nicht ruhegehaltfähig sind, erhöhen die Pension nicht. Pensionen werden versteuert, wobei ein Versorgungsfreibetrag gilt, und die Krankenversicherung im Ruhestand, bei Beamten meist die PKV, ist ein eigener Kostenfaktor.
Eine Lücke entsteht, wenn die Pension unter dem Niveau des letzten Einkommens liegt, etwa durch Teilzeit, Elternzeit, späten Einstieg in den Staatsdienst oder Abschläge bei Dienstunfähigkeit.
Beamte können Riester, Basisrente, private Rentenversicherung, Fondssparpläne und ab 2027 das Altersvorsorgedepot nutzen. Eine betriebliche Altersvorsorge steht Beamten in der Regel nicht zur Verfügung.
| Baustein | Kernpunkt | Passt eher für |
|---|---|---|
| Riester-Rente | Zulagen und Kinderzulagen, Neuverträge nach aktuellem Stand nur noch 2026 | Beamte mit Kindern |
| Basisrente (Rürup) | Hoher Steuervorteil, Höchstbetrag meist gut nutzbar | Beamte mit höherem Einkommen |
| Altersvorsorgedepot (ab 2027) | Staatliche Förderung, Fonds und ETFs | Wer langfristig am Kapitalmarkt sparen will |
| Private Rente / Fondssparplan | Flexibel, ohne staatliche Förderung | Als Ergänzung |
| Dienstunfähigkeitsschutz | Absicherung bei vorzeitigem Ruhestand | Besonders in den ersten Dienstjahren |
Zuerst lässt du deine voraussichtliche Pension berechnen, danach bestimmst du den Bedarf im Ruhestand und wählst erst dann die passenden Bausteine aus.
Private Vorsorge bindet Geld und bringt Kosten mit sich. Wer zu früh oder zu hoch spart, kann in der aktiven Zeit finanziell eingeschränkt sein.
Oft ja, aber nicht immer. Der Höchstsatz von 71,75 Prozent wird nur nach 40 Dienstjahren erreicht. Teilzeit, späte Verbeamtung oder Abschläge können eine Lücke verursachen.
Ja, Beamte sind unmittelbar förderberechtigt. Besonders mit Kindern kann sich Riester wegen der Kinderzulagen lohnen. Neuverträge sind nach aktuellem Stand nur noch bis Ende 2026 möglich.
In der Regel nicht, da Beamte keine Arbeitnehmer im Sinne des Betriebsrentengesetzes sind. Sie nutzen stattdessen private Bausteine.
Dienstunfähige Beamte erhalten ein Ruhegehalt, bei Eintritt vor dem 63. Lebensjahr mit Versorgungsabschlag von bis zu 10,8 Prozent. Zusätzlich kann ein Dienstunfähigkeitsschutz sinnvoll sein.
Die PKV-Beiträge im Ruhestand belasten die Pension. Mit Beihilfe sind sie niedriger als ohne. Im Ratgeber zur PKV im Alter findest du Details.
Beamte starten mit einer soliden Pension, sollten aber ihre persönliche Versorgungslücke kennen. Wer Teilzeit, Elternzeit oder einen späten Einstieg hat, sollte früh private Bausteine einplanen. Die Wahl hängt von Kindern, Einkommen und Steuer ab.