Deutsches Maklerforum Logo
Semih Celikten
VERSICHERUNGSMAKLER
+49 170 2392285 Kostenlose Beratung
THEMA · ALTERSVORSORGE

Altersvorsorge für Selbstständige

Selbstständige müssen ihre Altersvorsorge meist selbst organisieren, da sie nicht automatisch in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert sind. Welche Optionen es gibt und für wen sie passen, zeigt diese Übersicht.

Kostenlosen Check starten
5,0 / 5,0 bei Google · 20 Bewertungen
Selbstständiger arbeitet zu Hause am Laptop mit Unterlagen
300+ Versicherungspartner
Versicherungsfachmann (IHK)
Zugelassen nach § 34d Abs. 1 GewO
Kostenlos & unverbindlich
AUSGANGSLAGE

Warum müssen Selbstständige selbst vorsorgen?

Die meisten Selbstständigen zahlen nicht automatisch in die gesetzliche Rentenversicherung ein und haben deshalb keinen Arbeitgeber, der Beiträge oder eine Betriebsrente beisteuert. Wer nichts unternimmt, hat im Alter oft nur geringe oder keine Rentenansprüche.

Hinzu kommt: Ohne Pflichtbeiträge besteht in der Regel auch kein Anspruch auf eine gesetzliche Erwerbsminderungsrente. Die Altersvorsorge sollte deshalb mit einer Absicherung der Arbeitskraft zusammen gedacht werden.

Ratgeber: Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll?

PFLICHT

Wer ist als Selbstständiger rentenversicherungspflichtig?

Rentenversicherungspflichtig sind bestimmte Berufsgruppen, die in § 2 SGB VI genannt sind, etwa Handwerker in der Handwerksrolle, selbstständige Lehrer, Pflegepersonen, Hebammen und Künstler. Für die übrigen Selbstständigen besteht keine Pflicht.

Pflichtversicherte Handwerker können sich unter bestimmten Bedingungen befreien lassen, in der Regel nach 18 Jahren Pflichtbeiträgen. Vor einer Befreiung solltest du prüfen, welche Ansprüche du aufgibst. Selbstständige mit nur einem Auftraggeber können als arbeitnehmerähnlich ebenfalls pflichtversichert sein.

Ob du pflichtversichert bist, klärt die Deutsche Rentenversicherung verbindlich. Eine allgemeine Altersvorsorgepflicht für Selbstständige wurde politisch diskutiert. Prüfe den aktuellen Stand, bevor du dich festlegst.

OPTIONEN

Welche Möglichkeiten zur Altersvorsorge gibt es?

Zur Auswahl stehen freiwillige Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung, die Basisrente (Rürup), das Altersvorsorgedepot ab 2027, ein berufsständisches Versorgungswerk und private Rentenversicherungen oder Fondssparpläne.

MöglichkeitKernpunktPasst eher für
Freiwillige gesetzliche RentenversicherungLebenslange Rente, flexible Beiträge, keine FörderungWer eine planbare Basisrente will
Basisrente (Rürup)Hoher Steuervorteil, Pfändungsschutz, keine KapitalauszahlungGut verdienende Selbstständige
Altersvorsorgedepot (ab 2027)Staatliche Förderung, Fonds und ETFs, Selbstständige förderberechtigtWer flexibel und kapitalmarktnah sparen will
VersorgungswerkPflicht für viele Kammerberufe, lebenslange RenteÄrzte, Anwälte, Architekten und weitere
Private Rente / FondssparplanFlexibel, ohne staatliche FörderungAls Ergänzung zur Basisvorsorge
Die Tabelle ist eine Orientierung. Welche Kombination passt, hängt von Einkommen, Branche und Familie ab.

Mehr zur Rürup-Rente

GRENZEN

Welche Risiken und Nachteile gibt es?

Schwankende Einnahmen und fehlende Liquidität sind die größten Herausforderungen. Starre Verträge können in schlechten Jahren zur Belastung werden, und viele Produkte sind langfristig gebunden.

Schwankendes Einkommen: Feste Beiträge können in schwachen Monaten schwer zu zahlen sein. Flexible Lösungen mit Beitragsanpassung erleichtern das.
Bindung des Kapitals: Eine Basisrente lässt sich nicht als Kapital auszahlen oder beleihen, das Geld steht erst im Ruhestand zur Verfügung.
Liquiditätsreserve fehlt: Wer zuerst Rücklagen aufbauen muss, sollte Altersvorsorge und Notgroschen aufeinander abstimmen.
Betriebsvermögen ist keine Altersvorsorge: Der Verkauf des Unternehmens ist unsicher und sollte nicht die einzige Absicherung sein.
HÄUFIGE FRAGEN

Fragen & Antworten

Müssen Selbstständige in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen?

Nur bestimmte Gruppen, die in § 2 SGB VI genannt sind, etwa Handwerker, selbstständige Lehrer oder Hebammen. Für die meisten anderen Selbstständigen besteht keine Pflicht, sie können freiwillig einzahlen.

Ist die Basisrente für Selbstständige sinnvoll?

Sie kann sich lohnen, vor allem bei höherem Einkommen und hohem Steuersatz. Sie bietet Pfändungsschutz, lässt sich aber nicht als Kapital auszahlen. Die Entscheidung hängt von Einkommen und Zielen ab.

Können Selbstständige Riester nutzen?

In der Regel nicht, da sie nicht unmittelbar förderberechtigt sind. Ehepartner mit eigener Förderberechtigung können mittelbar profitieren. Ab 2027 können Selbstständige das Altersvorsorgedepot nutzen.

Wie viel sollte ein Selbstständiger fürs Alter zurücklegen?

Eine feste Zahl gibt es nicht. Maßgeblich sind Einkommen, gewünschter Lebensstandard und andere Rücklagen. Ein Check der Rentenlücke zeigt den ungefähren Bedarf.

Welche Absicherung ist neben der Rente wichtig?

Besonders die Absicherung der Arbeitskraft, zum Beispiel durch eine Berufsunfähigkeitsversicherung, sowie eine tragfähige Krankenversicherung. Beide beeinflussen, wie viel du fürs Alter sparen kannst.

FAZIT

Fazit: Altersvorsorge für Selbstständige

Selbstständige haben mehr Freiheit, aber auch mehr Verantwortung bei der Altersvorsorge. Eine tragfähige Lösung kombiniert meist eine Basisvorsorge mit einer flexiblen Ergänzung und berücksichtigt schwankende Einnahmen. Wichtig ist, früh zu starten und zuerst zu klären, ob eine Rentenversicherungspflicht besteht.

Über den Autor: Semih Celikten ist Versicherungsfachmann (IHK) und als Versicherungsvermittler nach § 34d Abs. 1 GewO zugelassen. Er berät in Großostheim und online zu Vorsorge und Versicherungen. Dieser Artikel ersetzt keine individuelle Beratung.
DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Weiterlesen

Jetzt deine Altersvorsorge als Selbstständiger planen

Vereinbare ein kostenloses, unverbindliches Gespräch. Wir prüfen gemeinsam, welche Kombination zu deinem Einkommen und deiner Branche passt.

Termin sichern Telefon & E-Mail